Aller Anfang ist schwer - wie man internationales Recruiting von Anfang an richtig aufsetzt

Wednesday, June 20

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Immer mehr Unternehmen stehen vor der Herausforderung nicht mehr ausreichend Fachkräfte in Deutschland zu finden, insbesondere Stellen in der IT und im Ingenieursbereich sind immer schwerer zu besetzen. Daher wagen immer mehr Unternehmen den Schritt ins Ausland um auf den dortigen Arbeitsmärkten passende Arbeitskräfte zu finden. Es gibt jedoch gewisse Dinge zu beachten, wenn man diese Entscheidung trifft, um das internationale Recruiting von Anfang an richtig aufzusetzen.

Die richtige Basis sicherstellen
Jobbeschreibungen auf Englisch zu übersetzen ist der erste logische Schritt. Darüber hinaus muss aber sichergestellt werden, dass sämtliche in den Recruitingprozess involvierte Personen Englisch sprechen und auch die Interviewpartner über hinreichende Sprachkenntnisse verfügen. Das Sprachniveau sollte hierfür möglichst hoch sein, da ansonsten die Verständigung mit anderen Nicht-Muttersprachlern erschwert wird und es auch für den ersten Eindruck der Firma schädlich sein kann.

Den Internetauftritt und das Marketing anpassen
Auch auf der Internetseite müssen alle relevanten Seiten auf Englisch verfügbar sein. Dazu gehören zum einen natürlich die Recruitingseiten an sich, aber auch weitere Informationsseiten, damit der Bewerber einen Einblick in das Unternehmen bekommen kann.

Darüber hinaus sollte auch das Marketing und der gesamte Internetauftritt überdacht werden. Was sind die Kanäle, über die ich internationale Kandidaten erreichen kann? Wie kann ich meine bestehenden Kanäle anpassen, um meine Sichtbarkeit für Internationals zu erhöhen? Diese Fragen sollten nicht unterschätzt werden, da die jeweilige Zielgruppe vielleicht nur auf bestimmten Kanälen unterwegs ist und es auch regional große Unterschiede gibt. Je besser ich weiß, welche Zielgruppe auf welchen Kanälen unterwegs ist, desto gezielter kann ich meine Ansprache einsetzen. Mögliche Segmentierungen sind zum einen nach geografischem Fokus, Industrie, oder auch nach Jobposition. Will ich beispielsweise einen Programmierer aus Indien oder einen Designer aus den USA? Und wie kann ich diese am besten erreichen?

Die Kultur deines Zielmarktes verstehen
Ein beliebter Fehler, der schnell peinlich werden kann, ist die Missachtung sprachlicher und kultureller Feinheiten. Einige Kampagnen sind bereits an der Übersetzung gescheitert, wie beispielsweise der KFC slogan “Finger lickin' good” der in der Chinesischen Übersetzung zu “Wir essen deine Finger auf” wurde. Das gleiche kann bei Jobbeschreibungen passieren, also hier vorsichtig herangehen. Auch kulturelle Unterschiede, beispielsweise die korrekte Ansprache der Kandidaten, Geschlechter spezifische Ansprache und die Beschreibung verschiedener Positionen sollten nicht missachtet werden. Um den Punkt von oben nochmal aufzugreifen: Es ist wichtig sich bewusst zu sein wen man einstellen will, um diese Person auch wirklich zu erreichen und bestmöglich anzusprechen.