Grundlagen des Relocation Managements - Wovon reden hier eigentlich alle?

Wednesday, June 20

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Immer mehr Unternehmen stellen Mitarbeiter aus dem Ausland ein. Da der Umzug hier natürlich mit mehr Aufwand verbunden ist als bei inländischen Mitarbeitern muss dieser Prozess entsprechend begleitet werden. Die Unterstützung und das Management dieses Prozesses werden unter dem Begriff "Relocation Management" zusammengefasst. Was genau sich dahinter verbirgt erfahrt ihr hier:

Was ist eigentlich Relocation?
Mit Relocation wird meist der Umzug eines Mitarbeiters in das Ausland bezeichnet. Dass der Umzug ins Ausland nicht so einfach ist wie ursprünglich gedacht, weiß jeder der eine Relocation einmal mitgemacht hat. Von den bürokratischen Hürden über die Wohnungssuche bis hin zum Aufbau eines Netzwerkes bietet jedes Land unterschiedliche Herausforderungen. Aufgrund des Fachkräftemangels ist es für deutsche Unternehmen zunehmend schwierig an die geeigneten Mitarbeiter und Talente zu kommen. Daher suchen viele Unternehmen in Deutschland nach Fachkräften im Ausland, was gleichzeitig auch immer eine Relocation für diejenigen Mitarbeiter bedeutet.

Was beinhaltet eine Relocation?
Zur Relocation gehört die Unterstützung bei der Visabeschaffung (weitere Informationen hier), die persönliche Betreuung der neuen Mitarbeiter, die Organisation und Dokumentation des Einstellungsprozesses, die Erstellung von benötigten Dokumenten und auch die Korrespondenz mit Behörden. Wie lange genau ein Relocation-Process dauert, kommt stark auf das Herkunftsland der neuen Mitarbeiter an, da die Länge von wenigen Wochen bis zu einigen Monaten variieren kann.

Wo fängt die Relocation an?
Der Prozess geht bereits weit vor der Einstellung eines internationalen Mitarbeiters los, denn schon bei der Erstellung von Stellenanzeigen und Jobprofilen ist es wichtig, dass herausgestellt wird, warum ein Unternehmen internationale Mitarbeiter einstellt. Wenn man Bewerbungen aus dem Ausland erhalten hat, gilt es die nächste Hürde zu bewältigen, die Bewerbungsgespräche. Als Personaler sollte man in diesem Gespräch u.a. herausfinden, ob der Bewerber wirklich bereit für einen Umzug in ein neues Land ist, ob er alleine nach Deutschland kommt usw. Bis der Bewerber dann schlussendlich ein Angebot bekommt, kann viel Zeit vergehen, da alle möglichen Unsicherheiten der Bewerber, wie die Gehaltsstrukturen in Deutschland, die Wohnungssuche und Krankenversicherung etc. aus der Welt geschafft werden müssen. Je besser ein Personaler diese ganzen Fragen beantworten kann, desto schneller kann sich der Bewerber ein umfassendes Bild machen, um sich schlussendlich entscheiden zu können. 

Worauf muss geachtet werden?
Hierbei ist es insbesondere wichtig, dass man ein gezieltes und realistisches „Erwartungsmanagement“ betreibt. Insbesondere beider Rekrutierung aus dem Ausland ist es wichtig, dass die Erwartungen von Bewerbern und potentiellen Mitarbeitern geklärt werden, um zu verhindern, dass die Kandidaten nach 6 Wochen wieder in ihr Heimatland zurückkehren, weil in Deutschland alles nicht so ist, wie es ihnen versprochen wurde. Als Personaler sollte man individuell auf die Bedürfnisse der Kandidaten eingehen, denn jeder Kandidat eine andere Geschichten und einen anderen Hintergrund hat und somit ist auch jede Relocation anders.